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User Productivity weltweit: Design, Markenbildung und Barrierefreiheit

Von Hendrik Achenbach, Esther Blankenship, Anke Böker, Ulrich Kreichgauer, Alex Li, Oliver Mainka, Durga Prasad V, alle User Productivity, SAP AG – 19/11/2004

English Version • Dieser Artikel wurde auch in SAP INFO 122 veröffentlicht

Die SAP-Abteilung User Productivity (UP) setzt sich aus Teams zusammen, die weltweit tätig sind. SAP INFO gibt einen Überblick über ihre Arbeit und ihre Ziele.

SAP denkt und handelt in globalen Kategorien: Entwickelt wird nicht nur in Walldorf, sondern auch Bangalore (Indien), Palo Alto (Kalifornien), Ra'anana (Israel) und Tokio (Japan) sind wichtige Entwicklungsstandorte. In vielen dieser Entwicklungszentren schafft die Abteilung User Productivity die Voraussetzungen für die Gestaltung und Entwicklung hochwertiger Benutzungsoberflächen. Dabei befasst sie sich mit folgenden Aspekten:

 

Definition der SAP-Produktsprache

Das SAP Product Design Center (PDC) stellt sicher, dass in der gesamten SAP-Produktfamilie eine einheitliche Benutzungsoberfläche verwendet wird. Dabei befasst es sich in erster Linie mit visuellen und technischen Fragestellungen; im visuellen Bereich beispielsweise mit der Definition, der Entwicklung und der Verbreitung der Marke SAP auf der Softwareoberfläche.

Durch das so genannte Produkt-Branding erhält die SAP-Software ihr individuelles Erscheinungsbild. Das PDC legt die Farben und Formen der einzelnen Bildschirmelemente fest, die die Grundbausteine der Software ausmachen. Diese allgemeinen Elemente müssen optisch zueinander passen – schließlich werden sie auf einer nahezu unbegrenzten Anzahl an Bildschirmoberflächen miteinander kombiniert. Da das Produktangebot von SAP permanent wächst und neue Funktionen hinzukommen, ist die Definition der so genannten "SAP-Produktsprache" ein kontinuierlicher Prozess. Deshalb arbeitet das PDC häufig mit renommierten Designern zusammen, beispielsweise mit Hartmut Esslinger und seinem Frog Design Team.

Beim Branding geht es jedoch um weit mehr als um das bloße äußere Erscheinungsbild. Die SAP möchte ihren Kunden auch die Flexibilität geben, die SAP-Software an ihr Unternehmensprofil (Corporate Identity) anzupassen und sie dadurch individuell zu gestalten. Eine der Hauptaufgaben des PDC besteht deshalb in der technischen Realisierung dieser Flexibilität, die dem Kunden solange verborgen bleibt, bis er sich mit dem Rebranding befasst. Das PDC entwirft die Steuerelemente und nimmt sie in die Control Library für die SAP-Benutzungsoberfläche auf. Die Library und ihre Bausteine stehen allen SAP-Entwicklern zur Verfügung.

 

Usability für alle SAP-Lösungen

Das Usability Engineering Center (UEC) in Walldorf befasst sich mit Fragestellungen, die sich SAP-weit um das Thema "Usability" drehen. Es definiert die generellen Konzepte und Bausteine für die Benutzungsoberfläche (UI = User Interface) und stellt Style Guides sowie Richtlinien zur Verfügung. Schließlich informiert das UEC allgemein über Usability-Themen. Dazu werden das User Interface Design Curriculum, Training Sessions, Workshops, Coaching Sessions sowie die User-Productivity-Website genutzt. Zur Abteilung, die auch für den Usability-Produktstandard zuständig ist, gehört ebenfalls das Usability Laboratory in Walldorf.

Das UEC befasst sich derzeit mit vier Schwerpunktthemen:

 

Barrierefreiheit für alle

Die Barrierefreiheit stellt sicher, dass jeder, insbesondere auch Menschen mit Behinderungen, Technologie- und Informationsprodukte optimal nutzen kann. Die SAP misst der Entwicklung barrierefreier Produkte höchste Priorität bei.

Aus diesem Grund wurde ein internes Programm für die Gewährleistung der Barrierefreiheit ins Leben gerufen, das Menschen mit Behinderungen die Nutzung von SAP NetWeaver und anderen SAP-Lösungen ermöglichen soll. Im Rahmen dieses Programms wurde auch das Accessibility Competence Center eingerichtet. Dieses Competence Center, das zur Abteilung User Productivity gehört, hat folgende Aufgaben:

 

Eine Drehscheibe für Innovation

User Productivity Bangalore, ein schnell wachsendes Team in einem expandierenden Entwicklungszentrum, befasst sich mit der Entwicklung moderner Benutzungsoberflächen. Mit rund 20 Prozent aller Patentanträge von SAP Labs Bangalore hat sich das Team zu einer Drehscheibe für Innovation entwickelt. Es beschäftigt sich mit folgenden Schwerpunkten:

 

Bindeglied zwischen SAP-Entwicklung und amerikanischem Markt

Das User-Productivity-Team in Palo Alto hat zwei Hauptaufgaben: Zum einen entwickelt es Benutzungsoberflächen, beispielsweise für neue Reporting- und Analyselösungen. Zum anderen fungiert es als Bindeglied zwischen der SAP-Entwicklung und den Anforderungen des amerikanischen Marktes. Hierfür geht es zweigleisig vor:

Das Team organisiert und begleitet alle Aktivitäten, bei denen amerikanische Anwender nach ihren Anforderungen befragt werden oder Validierungen und Tests der SAP-UI-Designs durchgeführt werden. Hierfür führt es Anwender-Interviews beim Kunden vor Ort durch, beobachtet Tests in den SAP Labs und organisiert Usability-Tests bei ASUG-Konferenzen (ASUG: Americas' SAP Users' Group). Bei der ASUG-Konferenz in diesem Frühjahr wurden 40 Testreihen mit über 300 abgeschlossenen Test Sessions durchgeführt.

Da in den USA die meisten Spezialisten, Institute, Wissenschaftler, Startup-Unternehmen, Branchenriesen und Analysten im UI-Bereich versammelt sind, arbeitet das Palo-Alto-Team mit allen namhaften US-Größen zusammen und bringt diese mit den Anforderungen der SAP-Entwicklung in Einklang.

 

Wissen ist Macht

Dafür zu sorgen, dass eine über die ganze Welt verteilte Entwicklung hochwertige Benutzungsoberflächen konzipiert, die im gesamten SAP-Lösungsportfolio konsistent sind, ist alles andere als eine leichte Aufgabe. Aus diesem Grund legt die Abteilung User Productivity großen Wert auf einen sinnvollen Wissenstransfer. Folglich befasst sich ein spezielles Team in Deutschland, unterstützt durch Kollegen in Bangalore und Palo Alto, mit folgenden Aufgaben:

Da sich bei SAP so viel im Bereich UI-Design und grafisches Design tut, gehen einige UP-Abteilungsmitglieder neben ihrem normalen Tagesgeschäft noch einer anderen Aufgabe nach: Sie leiten so genannte "Communities of Practice", in denen Informationen und Erfahrungen ausgetauscht und Tools gemeinsam genutzt werden können.

Alle User-Productivity-Teams verfolgen das Ziel, eine SAP-Software zu entwickeln, die dem Anwender ein effizientes Arbeiten ermöglicht, und sie arbeiten daran, dass diese Vision Wirklichkeit wird.

 

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